Von der Lösung zum System
Mit diesen Erfahrungen verschiebt sich der Fokus nun langsam von der Realisierung zur Optimierung. Nicht indem das System komplett neu entwickelt wird, sondern indem man besser nutzt, was bereits vorhanden ist. So wird untersucht, wie Außenluft noch intelligenter als zusätzliche Kältequelle genutzt werden kann und ob sich auch Wärme speichern lässt. „Diese Wärmepumpe erzeugt natürlich zwei Dinge“, sagt Flikweert. „Kälte und Wärme. Und die Wärme nutzen wir nicht immer.“
Ein logischer nächster Schritt wäre daher die Anwendung eines vergleichbaren Puffers auf der warmen Seite des Systems, beispielsweise in Form eines zusätzlichen isolierten Silos zur Wärmespeicherung. Damit könnte auch die erzeugte Wärme temporär gespeichert und später genutzt werden.
So entwickelt sich das Projekt weiter – von einer Lösung für ein einzelnes Problem hin zu einem umfassenderen Energiesystem, in dem mehrere Energieflüsse zusammenkommen.
Was in Zeeland entsteht, ist damit kein endgültiges Bild des Gewächshauses der Zukunft, sondern eine funktionierende Zwischenstation. Ein System, das zeigt, dass der größte Gewinn nicht in mehr Technik liegt, sondern darin, vorhandene Technik intelligenter einzusetzen – sodass man vorausschauend steuern kann, anstatt im Nachhinein zu korrigieren